Nicht jede hat das Kapital von einer Millionen Euro, um sich zum erlauchten Kreis der Private Banking-Kundinnen zu zählen. Aber jede kann von den Investmenttipps und Strategien von Private Banker Constantin Veyder-Malberg, Vorstand der Capitalbank AG profitieren. Er ist in dieser Episode Gast der Geldmeisterin.

Seine Investmentideen:

1.) Auch Verluste muss man erleben und daraus lernen.

2.) Die Drei Topf-Anlagestrategie: Zuerst investiert man in den Sicherheitstopf. Dort sind die eigene Immobilie, etwas Gold, etwas Festgeld, best-geratete Staatsanleihen, womöglich eine Ablebensversicherung und andere Sachwerte drin, wie zum Beispiel Dividendenaristokraten, die seit Jahren und kontinuierlich Dividenden ausschütten und schon Börsenkrisen überlebt haben. Der zweite Topf ist der Kapitaltopf, wo ich langfristig, breit gestreut in Wertpapiere investiere, die mir zumindest eine Rendite von vier Prozent pro Jahr, besser etwas mehr liefern. Habe ich dann noch Geld über, wird ein dritter, der Fun-Topf füllen. Er enthält spekulativere Aktien oder Assets, mit denen ich viel gewinnen aber auch alles verlieren kann. Es gibt noch einen vierten Topf, Humankapital, weshalb sich junge Menschen noch den Sicherheitstopf sparen können.

3.) Timing ist Herdentrieb, die „Hole of Fame of Market-Timers“ ist ein leerer Raum.

4.) Bei Staatsanleihen bester Bonität muss man heute draufzahlen.

5.) Inflation kann man nur etwas entgegenhalten, wenn man am Wirtschaftswachstum partizipiert, sprich sich an Unternehmen beteiligt. Die liquideste Form sich zu beteiligen sind Aktien.

6.) Man sollte so viel Aktien kaufen, wie es für das persönliche Risikoprofil zuträglich ist. Die Daumenregel lautet: Bis zu welcher Verlusthöhe würde ich noch nicht verkaufen? Akzeptiert man beispielsweise einen Verlust von 30 Prozent, darf die Aktienquote bei 15 Prozent liegen.

7.) Global anlegen mit Aktien mit einer Rendite-Erwartung von vier Prozent (ein Prozent Kosten, zwei Prozent Inflation, ein Prozent Steuern) um sein Vermögen zu erhalten. Das braucht schon eine Aktienquote von 40 bis 60 Prozent im Kapitalmarkttopf.

8.) Den heiligen Gral, aktienähnliche Erträge bei anleihenähnlichem Risiko zu bekommen gibt es nicht. Immer hinterfragen, wie die Rendite erwirtschaftet wird, um nicht Opfer der „Bigger Fool“-Theorie zu werden, die nur funktioniert, wenn ich einen noch Dümmeren erwische, der mir mein Investment noch teurer abkauft.

9.) Anleihenmanagement ist wesentlich aktiver als Aktienmanagement. US-Dollarstaatsanleihen zahlen sich mehr aus, als europäische.

10.) Zwei Drittel des Vermögens waren in den letzten 30 Jahren aus Zinserträgen, nur ein Drittel die Ersparnisse. Das geht nicht mehr, da muss man schon deutlich mehr Risiko eingehen und den Anlagehorizont verlängern.

11.) Kredite als attraktivste Anlagealternative für Unternehmen zu Negativzinsen: Es mach Sinn, den Anlagehorizont zu erweitern. Sollte man doch temporär Geld brauchen, kann man dies sehr günstig mit einem Kredit zwischenfinanzieren.

12.) Gegenüber Cash sind Geldmarktfonds insofern interessant, dass ich mehrere Kontrahenten habe als nur die eine Bank und auch Miteigentümer des Fonds bin, nicht die Bank (Fonds sind Sondervermögen).

Viele Hörvergnügen wünschen die GELDMEISTERIN und Julia Kistner

Rechtlicher Hinweis:

Das sind keinesfalls Empfehlungen, sondern nur meine persönlichen Gedanken. Die Autorin übernimmt keinerlei Haftung die daraus erwächst, dass man entsprechend Ihrer Medienbeiträge Investments tätigt.

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