{"id":2402,"date":"2023-11-14T11:57:42","date_gmt":"2023-11-14T10:57:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2023\/11\/14\/warum-us-investoren-jetzt-europa-aktien-lieben\/"},"modified":"2023-11-14T11:57:42","modified_gmt":"2023-11-14T10:57:42","slug":"warum-us-investoren-jetzt-europa-aktien-lieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2023\/11\/14\/warum-us-investoren-jetzt-europa-aktien-lieben\/","title":{"rendered":"Warum US-Investoren jetzt Europa-Aktien lieben"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2402-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/78617555\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-10-14%2F355521843-44100-2-76e840dbe7684.m4a?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/78617555\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-10-14%2F355521843-44100-2-76e840dbe7684.m4a\">https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/78617555\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-10-14%2F355521843-44100-2-76e840dbe7684.m4a<\/a><\/audio>\n<p>Also, wenn einmal das ur-amerikanische Investment-Magazin Barron\u00b4s in einem ihrer Podcastfolgen Europa-Aktien empfiehlt, ja dann m\u00f6chte ich Euch die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr nicht vorenthalten. In erster Linie ist es nat\u00fcrlich der g\u00fcnstigere Preis der europ\u00e4ischen Aktien gegen\u00fcber amerikanischen. Ein gewisser Abschlag w\u00e4re grunds\u00e4tzlich ja gerechtfertigt, weil die US-Unternehmen im Allgemeinen einfach h\u00f6here Gewinne schreiben. Nur so starke Abschl\u00e4ge wie wir sie derzeit zwischen den B\u00f6rsen dies- und jenseits des Atlantiks sehen lie\u00dfe sich fundamental einfach nicht rechtfertigen,<\/p>\n<p>Der US-Leitindex S&amp;P 500 notiert bei 18\/19, der deutsche Leitindex DAX bei g\u00fcnstigen neun. Noch st\u00e4rker k\u00f6nne man die Unterbewertung der europ\u00e4ischen und die \u00dcberbewertung von US-Titel am Abstand der Aktienb\u00f6rsen zu den Renditen an den jeweils lokalen Anleihenm\u00e4rkten sehen. So liegen die Gewinn-Renditen von US-Aktien, also der Gewinn im Verh\u00e4ltnis zum Aktienkurs derzeit 40 Basispunkte \u00fcber der Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen, die bei 4,6 Prozent rentieren. In Deutschland beispielsweise erzielt man hingegen mit zehnj\u00e4hrigen Staatsanleihen gerade einmal 2,65 Prozent, die Gewinn-Rendite von deutschen Aktien liegt bei 11 bis 12, das sind rund 800 Basispunkte \u00fcber den deutschen langlaufenden Staatsanleihen.<\/p>\n<p>Selbst im verschuldeten Frankreich rentieren die Staatsanleihen nur bei 3,25 Prozent und sogar italienische und griechische Staatsanleihen werfen mit 4,5 und 3,9 Prozent Rendite deutlich weniger ab wie US-amerikanische Staatsanleihen. Damit sind Anleihen in den USA eine viel gr\u00f6\u00dfere Konkurrenz zu Aktien als in Europa. <\/p>\n<p>Das hat schon Gr\u00fcnde, warum die Kurse von US-Anleihen so stark gefallen und damit die Renditen gestiegen sind: In den USA betr\u00e4gt das Budgetdefizit f\u00fcnf bis sechs Prozent. Das Budgetdefizit in Deutschland liegt gerade einmal bei drei Prozent. F\u00fcr 2024 streben die Deutschen sogar ein ausgeglichenes Budget an.<\/p>\n<p>Europa werde derzeit auch geopolitisch abgestraft, weil der Ukrainekrieg im Gange ist. Nur: die gro\u00dfen Player wie Mercedes, Siemens &amp; Co seien zwar in Europa stationiert. Sie machen aber den Gro\u00dfteil ihrer Gewinne au\u00dferhalb von Europa. <\/p>\n<p>Auch die Energie-Situation und die Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas und \u00d6l seien keine Argumente f\u00fcr die hohen Kursabschl\u00e4ge von europ\u00e4ischen zu US-amerikanischen Aktien. Europas Firmen gingen deshalb nicht pleite. Man habe sich sehr flexibel und auch mit staatlicher Hilfe auf andere Energiequellen und Lieferanten problemlos umgestellt. Der Gaspreise in Europa seien in Summe derzeit nicht mehr h\u00f6her, wie vor der Russland-Invasion in die Ukraine.<\/p>\n<p>Auch w\u00fcrden derzeit in Europa mehr Aktien zur\u00fcckgekauft als in den USA, dem klassischen Buy-Back-Land. Europ\u00e4ische Unternehmen w\u00fcrden sich insgesamt deutlich mehr als fr\u00fcher um die Anleger bem\u00fchen. Das passiert zwar auch in Japan, aber nicht so schnell.<\/p>\n<p>Vielleicht sollten wir unsere Aktienm\u00e4rkte auch einmal durch die US-Brille betrachten\u2026<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Wenn Euch der Podcast gefallen hat, w\u00fcrde ich micht freuen, wenn Ihr ihn abonniert und mir damit hilft, dass noch mehr B\u00f6rsen-FreundInnen auf ihn aufmerksam werden. <\/p>\n<p><strong>Rechtshinweis:<\/strong><br \/>\nDies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Julia Kistner \u00fcbernimmt hierf\u00fcr keine Haftung. <\/p>\n<p>#B\u00f6rse #investment #Europa #Aktien #Anleihen #shares #USA<\/p>\n<p> #buyback #Podcast <\/p>\n<p>Foto: Unsplash\/HenryLasaje<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also, wenn einmal das ur-amerikanische Investment-Magazin Barron\u00b4s in einem ihrer Podcastfolgen Europa-Aktien empfiehlt, ja dann m\u00f6chte ich Euch die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr nicht vorenthalten. In erster Linie ist es nat\u00fcrlich der g\u00fcnstigere Preis der europ\u00e4ischen Aktien gegen\u00fcber amerikanischen. Ein gewisser Abschlag w\u00e4re grunds\u00e4tzlich ja gerechtfertigt, weil die US-Unternehmen im Allgemeinen einfach h\u00f6here Gewinne schreiben. 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