{"id":2270,"date":"2023-07-20T21:02:20","date_gmt":"2023-07-20T19:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2023\/07\/20\/aufreger-der-woche-dollar-kostet-rendite\/"},"modified":"2023-07-20T21:02:20","modified_gmt":"2023-07-20T19:02:20","slug":"aufreger-der-woche-dollar-kostet-rendite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2023\/07\/20\/aufreger-der-woche-dollar-kostet-rendite\/","title":{"rendered":"Aufreger der Woche: Dollar kostet Rendite"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2270-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/73656623\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-6-20%2F340060846-44100-2-2fc3350c38aab.m4a?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/73656623\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-6-20%2F340060846-44100-2-2fc3350c38aab.m4a\">https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/73656623\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-6-20%2F340060846-44100-2-2fc3350c38aab.m4a<\/a><\/audio>\n<p>Alle Augen, auch meine, waren diese Woche auf die angelaufene Berichtssaison in den USA gerichtet. Aktiengewinne in Dollar sind das eine. Wie schaut die Performance von US-Aktien aber f\u00fcr europ\u00e4ische Anleger aus? Am Dienstag kletterte der Euro-Kurs auf 1,1276 Dollar, dem h\u00f6chsten Wert seit Februar 2022. Somit sind die Gewinne der US-Unternehmen in Dollar f\u00fcr den Europ\u00e4er weniger wert. Wenn dann noch in der kommenden Woche die EZB wie erwartet die Zinsen erneut anhebt, ja dann wird der Euro gegen\u00fcber dem Dollar noch fester, weil ein Anstieg der Zinsen in der Eurozone die Anleger wieder vermehrt in Euro investieren l\u00e4sst. Am Donnerstag war dann der Dollar wieder etwas st\u00e4rker, weil die Arbeitsmarktdaten in den USA besser als erwartet waren, die Hausverk\u00e4ufe weniger. Trotz allem: Alles in allem hat der Euro gegen\u00fcber dem Dollar diese Woche um mehr als ein Prozent zugelegt.<\/p>\n<p>Ein kurzfristig schw\u00e4cherer Dollar w\u00e4re ja noch kein Grund zur Besorgnis. Nur rechnen viele Finanzexperten dauerhaft mit einem schw\u00e4cheren Dollar, weil sich vor allem die Schwellenl\u00e4nder immer weniger in Dollar verschulden, um sich vom Greenback unabh\u00e4ngiger zu machen.<\/p>\n<p>De-Dollarisation ist offensichtlich mehr als nur ein Schlagwort. Der Dollar verliert schleichend seinen Status als allerwichtigste W\u00e4hrungsreserve. Dazu passt, dass die Notenbanken der Emerging Markets im Vorjahr sehr viel Gold eingekauft haben. Indien, China, Malaysia oder auch Brasilien versuchen zudem ihre eigene W\u00e4hrung als Reserve zu etablieren. Die Sanktionen gegen den Aggressor Russland haben bei Autokraten die Angst geweckt, dass die USA ihre Dollarguthaben einfrieren k\u00f6nnten. Dar\u00fcber hinaus st\u00e4rkt die Lohn- und Verschuldungs-getriebene Inflation in den USA nicht das Vertrauen in die Weltw\u00e4hrung Nummer Eins, ebenso wenig wie 2023 die US-Regionalbankenkrise.<\/p>\n<p>Weshalb sollte es dem Greenback anders ergehen als dem britischen Sterling, der 1944, mit dem Bretton Woods-Abkommen als Weltw\u00e4hrungsreserve vom Dollar abgel\u00f6st wurde. Der Dollar ist seit 1971 verwundbar, als US-Pr\u00e4sident Richard Nixon die Golddeckung der US-W\u00e4hrung aufgehoben hat. Dass die ganze Welt danach noch in den Dollar vertraute hat mit dem Petrodollar zu tun. \u00d6l wurde Jahrzehnte fast ausschlie\u00dflich in Dollar fakturiert. Inzwischen gibt es Deals zwischen Saudi Arabien und China, wo Energie direkt in Renmimbi abgerechnet wird. Auch dass Kredite gro\u00dfteils in Dollar verrechnet werden k\u00f6nnte sich \u00e4ndern. <\/p>\n<p>Aktuell sind noch 58 Prozent der Weltw\u00e4hrungsreserven in Dollar, das ist rekordverd\u00e4chtig niedrig. Der Anteil der Gold-W\u00e4hrungsreserven stiegin den letzten f\u00fcnf Jahren hingegen weltweit von 11 auf 15 Prozent. Was den Dollar als Weltw\u00e4hrung abl\u00f6sen wird? Ich wei\u00df es nicht. Habt ihr eine Idee? Vielleicht braucht es im Zeitalter der Digitalisierung f\u00fcr den internationalen Handel keine Weltw\u00e4hrung mehr. <\/p>\n<p>Was w\u00fcrde es also bedeuten, wenn der Dollar seinen Status als Weltw\u00e4hrungsreserve einb\u00fc\u00dft? Das w\u00fcrde bedeuten die USA h\u00e4tte einen schwereren und vor allem teureren Zugang zu Kapital und m\u00fcsste f\u00fcr seine Schulden h\u00f6here Zinsen bezahlen. Internationale Anleger w\u00fcrden Geld aus den USA abziehen, die US-B\u00f6rsenwerte w\u00fcrden fallen. Eine Dollarschw\u00e4che k\u00f6nnte den Krypto-W\u00e4hrungen den R\u00fccken st\u00e4rken. <\/p>\n<p>Die Abl\u00f6se des Dollars als Weltw\u00e4hrungsreserve passiert nat\u00fcrlich graduell und nicht von heute auf Morgen. Unter den 100 wertvollsten b\u00f6rsennotierten Unternehmen der Welt sind laut Beratungsunternehmen EY auch immer noch 61 aus den USA und keines mehr aus Deutschland, geschweige denn ist eine aus \u00d6sterreich dabei. Die Weltmacht Nummer Eins zeigt also keinesfalls Wirtschaftsschw\u00e4che. Und oftmals kommt es anders als man denkt. Genau deshalb sollte man sein Anlegerrisiko auf verschiedene Wirtschaftsr\u00e4ume streuen und einen Blick auf die Entwicklung des Dollars haben\u2026<\/p>\n<p><strong>Rechtshinweis:<\/strong> Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner \u00fcbernimmt hierf\u00fcr keine Haftung. <\/p>\n<p>Foto: Unsplash.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Augen, auch meine, waren diese Woche auf die angelaufene Berichtssaison in den USA gerichtet. Aktiengewinne in Dollar sind das eine. Wie schaut die Performance von US-Aktien aber f\u00fcr europ\u00e4ische Anleger aus? 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