{"id":2117,"date":"2023-03-30T20:42:51","date_gmt":"2023-03-30T18:42:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2023\/03\/30\/aufreger-der-woche-steinreich-steuer-trix-und-privilegien\/"},"modified":"2023-03-30T20:42:51","modified_gmt":"2023-03-30T18:42:51","slug":"aufreger-der-woche-steinreich-steuer-trix-und-privilegien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2023\/03\/30\/aufreger-der-woche-steinreich-steuer-trix-und-privilegien\/","title":{"rendered":"Aufreger der Woche: Steinreich, Steuer-Trix und -Privilegien"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2117-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/67611756\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-2-30%2F321255687-44100-2-8b334ff5b4b05.m4a?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/67611756\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-2-30%2F321255687-44100-2-8b334ff5b4b05.m4a\">https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/67611756\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2023-2-30%2F321255687-44100-2-8b334ff5b4b05.m4a<\/a><\/audio>\n<p>Liebe B\u00f6rsenminute-H\u00f6rerinnen in der Schweiz und Deutschland. Ich hoffe ihr verzeiht, dass der Aufreger der Woche mit Neuen Korruptions-Aff\u00e4ren aus \u00d6sterreich beginnt, die woanders kaum denkbar sind. Die Herausgeberin des Boulevardblatts \u201eHeute\u201c, Eva Dichand, nebenbei die Frau des Krone-Herausgebers Christoph Dichand bekam diese Woche Besuch von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Es gilt nat\u00fcrlich die Unschuldsvermutung. Nicht nur, dass es Vorw\u00fcrfe gibt, sie habe um \u00f6ffentliche Inserate f\u00fcr Heute und die Kronenzeitung erfolgreich gebettelt. Sie soll auch gegen eine unliebsame Novelle des Stiftungsrechts bei der damaligen t\u00fcrkis-blauen Regierung unter Ex-Kanzler Kurz interveniert haben, um weniger Steuer und mehr Mitspracherechte f\u00fcr Stiftungs-Beg\u00fcnstigte zu erwirken. Der Exit von Geldern aus \u00f6sterreichischen Stiftungen ist juristisch n\u00e4mlich schwierig, kostet vor allem Geld. Das Stiftungsverm\u00f6gen wird bei der Entnahme mit 27,5 Prozent KESt besteuert. Genau das wollten angeblich einige reiche Familien mit Kontakten zur \u00d6VP \u00e4ndern, doch damals spielte der Koalitionspartner FP\u00d6 nicht mit. Es geht um viel Geld: Die reichsten Familien \u00d6sterreichs haben \u00fcber 70 Milliarden Euro in mehr als 3000 Stiftungen urspr\u00fcnglich steueroptimiert geparkt. Eigentlich eine Idee vom roten EX-Finanzminister Ferdinand Lacinaund dem damaligen roten Kanzler Franz Vranitzky, um das Kapital im Land zu halten. Mit einer Eingangsteuer in die Stiftung von 2,5 Prozent war erst einmal alles abgegolten. Ich habe mich immer schon gefragt, ob es wirklich sein muss, dass superreiche Investoren mit Stiftungskonstruktionen steuerlich bevorzugt werden m\u00fcssen. Hat \u00d6sterreich keine besseren Standortvorteile zu bieten? Man fragt sich generell, warum sehr betuchte Investoren Steuerprivilegien oder sogar Steuertricks wie Cum-Cum-Gesch\u00e4fte notwendig haben. Deswegen stattete jetzt wiederum die Pariser Staatsanwaltschaft f\u00fcnf Finanzinstituten wegen des Verdachts auf Steuerbetrug einen Besuch ab. Darunter waren HSBC, BNP Paribas, Natixis und Soci\u00e9t\u00e9 G\u00e9n\u00e9rale. Kurz zur Erinnerung, worum es bei den betr\u00fcgerischen Cum-Cum-Gesch\u00e4ften ging: Inl\u00e4ndische Wertpapiere im Besitz ausl\u00e4ndischer Aktion\u00e4re wurden zum Zeitpunkt der Auszahlung der Dividende an Partner im Inland, etwa Banken verliehen. Diese lie\u00dfen sich die Kapitalertragssteuer erstatten, was die ausl\u00e4ndischen Aktion\u00e4re nicht konnten und danach wanderten die Papiere wieder ins ausl\u00e4ndische Depot und der Staat fiel um viel KESt um. Doch hier pr\u00e4sentiert wenigstens die B\u00f6rse vermeintlichen Steuerhinterziehern die Rechnung: Die Kurse aller ins Gespr\u00e4ch gebrachten Finanzinstitute haben eingeb\u00fc\u00dft. Banken sind aber nicht nur T\u00e4ter, sondern auch Opfer: Die Bank JPMorgan glaubte, Nickel im Wert von 1,3 Millionen Dollar in einem Lagerhaus im niederl\u00e4ndischen Rotterdam zu haben \u2013 doch es waren nur S\u00e4cke mit Steinen. Steinreich zu sein hat auch Witz. Ein lustiges Wochenende w\u00fcnscht B\u00f6rsenminute-Host Julia Kistner. Am Sonntag geht es mit einer neuen Podcast-Folge der Geldmeisterin \u00fcber Schweizer Small Caps weiter. Ich hoffe wir h\u00f6ren uns \u2026<\/p>\n<p>Und wenn Euch diese, \u00fcbrigens 450(!) Folge der B\u00f6rsenminute gefallen hat, ja dann empfehle ich den Podcast auf der Plattform Eurer Wahl gratis zu abonnieren oder auch den B\u00f6rsenminuten-Gruppen auf Facebook und LinkedIn beizutreten oder auch beim Insta-Kanal der Geldmeisterin vorbeizuschauen. Ich freue mich \u00fcber den pers\u00f6nlichen Austausch!<\/p>\n<p>Rechtlicher Hinweis: F\u00fcr Verluste, die aufgrund von getroffenen\u00a0Aussagen entstehen, \u00fcbernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.<\/p>\n<p>#Steuerbetrug\u00a0#Cum-Cum #Cum-Ex #Dollar #JPMorgan #Nickel #Kursgewinn #podcast #investieren #B\u00f6rsenminute #HSBC #BNP Paribas #Natixis und #Soci\u00e9t\u00e9G\u00e9n\u00e9rale #Stifungen #Dichand #Kanzler #Vranitzky #Lacina #Staat #Dividende<\/p>\n<p>Foto: Unsplash<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe B\u00f6rsenminute-H\u00f6rerinnen in der Schweiz und Deutschland. Ich hoffe ihr verzeiht, dass der Aufreger der Woche mit Neuen Korruptions-Aff\u00e4ren aus \u00d6sterreich beginnt, die woanders kaum denkbar sind. 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