{"id":1861,"date":"2022-10-04T20:37:42","date_gmt":"2022-10-04T18:37:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2022\/10\/04\/credite-suisse-ist-zum-glueck-systemrelevant\/"},"modified":"2022-10-04T20:37:42","modified_gmt":"2022-10-04T18:37:42","slug":"credite-suisse-ist-zum-glueck-systemrelevant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2022\/10\/04\/credite-suisse-ist-zum-glueck-systemrelevant\/","title":{"rendered":"Credite Suisse ist zum Gl\u00fcck systemrelevant"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1861-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/58571831\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2022-9-4%2F289275026-44100-2-7f77b03fa8e3.m4a?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/58571831\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2022-9-4%2F289275026-44100-2-7f77b03fa8e3.m4a\">https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/58571831\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2022-9-4%2F289275026-44100-2-7f77b03fa8e3.m4a<\/a><\/audio>\n<p>Meine gestrige B\u00f6rsenminute-Folge \u201eNationalbanken sind nicht die besseren Anleger\u201c kommentierte ein H\u00f6rer folgenderma\u00dfen: Wem geh\u00f6ren denn die Nationalbanken? Richtig! Meistens den Staaten und l&#8217;\u00e9tat c&#8217;est moi. Alle Nationalbanken? Nein, nicht alle. Nicht einmal die US-Notenbank FED zur G\u00e4nze. Denn zw\u00f6lf regionale US-Notenbanken stehen im Eigentum der Gesch\u00e4ftsbanken. Und die EZB geh\u00f6rt zwar den Nationalbanken der Euro-Staaten, doch drei davon sind auch nicht im Staatsbesitz. Die Italienische Zentralbank geh\u00f6rt den italienischen Banken und Versicherungen. Die Bank of Greece (ISIN: GRS004013009) geh\u00f6rt zu 100 Prozent Privataktion\u00e4ren und die Belgische Nationalbank (ISIN: BE0003008019) ist zur H\u00e4lfte staatlich, der Rest an der B\u00f6rse. Und die besagte Schweizerische Nationalbank ist zu 55 Prozent b\u00f6rsennotiert (ISIN: CH0001319265). Der Rest geh\u00f6rt den Kantonen und Kantonalbanken. Die SNB ist in den letzten sechs Monaten um um 37,8 Prozent abgest\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Abgest\u00fcrzt ist auch die Aktien der Credite Suisse, alleine am Montag um zehn Prozent, seit Jahresbeginn \u00fcber 54 Prozent. Die Credite Suisse ist inzwischen mit einer Marktkapitalisierung von kaum mehr als zehn Milliarden Schweizer Franken der zweikleinste Wert im Schweizer Leitindex SME. Man munkelt, dass das Schweizer Flagschiff untergehen k\u00f6nnten, wovon ich pers\u00f6nlich nicht ausgehe. Schlie\u00dflich die der Schweizer Tanker systemrelevant, also too big to fail und man hat ja noch in den Knochen, was die Pleite von Lehman 2008, die die US-Regierung nicht rettete, ausl\u00f6ste. Und ich glaube ich liege da mit meinem Optimismus nicht so falsch, die Aktie legte am Dienstag schon wieder deutlich zu. Gespr\u00e4che gibt es auch \u00fcber eine Kapitalerh\u00f6hung von vier Milliarden, das w\u00e4re bei einer Markkapitalisierung von zehn Milliarden Franken aber wohl eine zu gro\u00dfe Verw\u00e4sserung der Anteilscheine der Altaktion\u00e4re. Schlagseite hat die Schweizer Investmentmentbank schon l\u00e4nger wegen diverser Skandale, vom Spitzelskandal des fr\u00fcheren Vorstandschef Thiam \u00fcber Megaverlusten aus Krediten an die New Yorker Hedgefonds Archegos bis hin zu fragw\u00fcrdigen Gesch\u00e4ften mit dem insolventen Finanzdienstleister Greensill. Ein starker Schlag in die Magengrube der Investmentbank war zuletzt auch der raketenhafte Anstieg der britischen Staatsanleihen, nachdem massive Steuererleichterungen an die Reichen und Unternehmen angek\u00fcndigt wurden, aber schon wieder zur\u00fcckgerudert wurde. Ich will nicht auch \u00fcber die CS spekulieren. Ich schaue mir bei den Problemkandidaten immer nur auch an, wer die Eigent\u00fcmer sind und ob ich vielleicht dort investiert bin. Und hier tauchen bei der Credite Suisse so schillernden Namen wie der Staatsfonds von Qatar mit rund f\u00fcnf Prozent auf. Interessanterweise ist erst am 26. J\u00e4nner diesen Jahres BlackRock mit 4,11 Prozent eingestiegen. Geht\u00b4s einem Unternehmen schlecht, geht\u00b4s auch den Eigent\u00fcmern im entsprechenden Ausma\u00df schlecht &#8230;<\/p>\n<p>Wenn Euch diese bereits 350.tePodcastfolge der Boersenminute gefallen hat, dann abonniert die B\u00d6RSENMINUTE und die GELDMEISTERIN doch gratis auf Eurer Podcastplattform Eurer Wahl oder auf YouTube, um keine weitere Folge mehr zu verpassen. Damit unterst\u00fctzt ihr mich automatisch beim Podcast-Ranking. Vielen Dank!<\/p>\n<p>Rechtlicher Hinweis: F\u00fcr Verluste, die aufgrund von getroffenenAussagen entstehen, \u00fcbernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die pers\u00f6nliche Meinung der Autorin.<\/p>\n<p>#CrediteSuiss #SNB #Quatar #BlackRock #podcast #Archegos #Thiam #Greensill #Lehman #Franken #Schweiz #Kapitalerh\u00f6hung #BankofGreece #FED #EZB #Staatsfonds<\/p>\n<p>Foto: Credite Suisse<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine gestrige B\u00f6rsenminute-Folge \u201eNationalbanken sind nicht die besseren Anleger\u201c kommentierte ein H\u00f6rer folgenderma\u00dfen: Wem geh\u00f6ren denn die Nationalbanken? Richtig! Meistens den Staaten und l&#8217;\u00e9tat c&#8217;est moi. Alle Nationalbanken? Nein, nicht alle. Nicht einmal die US-Notenbank FED zur G\u00e4nze. Denn zw\u00f6lf regionale US-Notenbanken stehen im Eigentum der Gesch\u00e4ftsbanken. 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