{"id":1855,"date":"2022-09-30T08:09:36","date_gmt":"2022-09-30T06:09:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2022\/09\/30\/nur-28-prozent-inflation-das-bietet-nur-japan\/"},"modified":"2022-09-30T08:09:36","modified_gmt":"2022-09-30T06:09:36","slug":"nur-28-prozent-inflation-das-bietet-nur-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.geldmeisterin.com\/index.php\/2022\/09\/30\/nur-28-prozent-inflation-das-bietet-nur-japan\/","title":{"rendered":"\u201eNur&#8220; 2,8 Prozent Inflation \u2013 das bietet nur Japan"},"content":{"rendered":"<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1855-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/58337175\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2022-8-30%2F288504012-44100-2-d018402814665.m4a?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/58337175\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2022-8-30%2F288504012-44100-2-d018402814665.m4a\">https:\/\/anchor.fm\/s\/5b1173c0\/podcast\/play\/58337175\/https%3A%2F%2Fd3ctxlq1ktw2nl.cloudfront.net%2Fstaging%2F2022-8-30%2F288504012-44100-2-d018402814665.m4a<\/a><\/audio>\n<p>Der September 2022 k\u00f6nnte in die geldpolitische Geschichte eingehen. Zuerst erh\u00f6hte am 8. September die EZB die Leitzinsen um 75 Basispunkte. Kurz darauf war es die FED, die Schweizer Notenbank, Schweden, Indien, Indonesien, Gro\u00dfbritannien usw. Haben alle Nationalbanken rund um den Erdball erh\u00f6ht? Nicht alle. Japan bel\u00e4sst bis auf Weiteres die kurzfristigen Zinsen bei 0,1 Prozent und die langfristigen bei null Prozent. Japan leidet nicht so stark wie die USA und Europa unter der Inflation. Diese betr\u00e4gt in der drittgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt auf Jahressicht \u201enur\u201c 2,8 Prozent. Und dies, obwohl die japanische Staatsverschuldung schon bei 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt und die Bilanzsumme der Bank of Japan \u00fcber 140 Prozent des BIP ausmacht. Da w\u00e4re eigentlich Grund genug die Schulden einfach weg zu inflationieren. <\/p>\n<p>Bei den ultra-niedrigen Zinsen wird aus Japan nat\u00fcrlich kr\u00e4ftig Kapital abgezogen, was den Yen massiv unter Druck bringt. Mit 144 Yen f\u00fcr den Dollar ist Japans W\u00e4hrung wieder auf dem Niveau der Asien-Krise 1998. Die japanische Exportwirtschaft reibt sich die H\u00e4nde wegen der gestiegenen Margen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 ist sein Jahresbeginn auch \u201enur\u201c um knapp zehn Prozent gefallen, w\u00e4hrend der S&amp;P 500 um 24 Prozent einbrach. Japans Unternehmen kaufen aktuell auch flei\u00dfig eigene Aktien zur\u00fcck und st\u00fctzen damit zus\u00e4tzlich die eigenen Kurse.<\/p>\n<p>Nicht, dass man jetzt sein ganzes Geld nach Japan umschichten sollte, das schwer mit einer \u00dcberalterung zu k\u00e4mpfen hat. Es zeigt nur, dass es irgendwo am Erdball immer Volkswirtschaften gibt, den es gerade besser geht \u2013 sei es auch nur, weil der Staat den Geldhahn aufdreht. Deshalb halte ich es pers\u00f6nlich ja auch f\u00fcr so sinnvoll, geographisch zu diversifizieren. Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal st\u00e4rker gestiegen als erwartet, hochgerechnet aufs Jahr l\u00e4ge das Wachstum f\u00fcr 2022 bei rund 3,5 Prozent. Doch als Energieimporteur machen die hohen Energiepreise auch Japan zu schaffen, allerdings nicht so stark wie Europa. Denn Japan bezieht nicht so viel Energie aus Russland. Warum Hendrik Leber, Gr\u00fcnder der Value-Fondsboutique Acatis sich aktuell auch intensiv in Japan umschaut, welche B\u00f6rsenperlen er dort im Technologiesektor fischt, das verr\u00e4t er in der am Sonntag erscheinenden Podcast-Folge GELDMEISTERIN. Ich hoffe wir h\u00f6ren uns!<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, liebe B\u00f6rsenminute-H\u00f6rerInnen, auf meine ungekl\u00e4rte Frage in der letzten Podcast-Folge, warum sich die Pelletspreise verdreifachen m\u00fcssen kam prompt die Antwort von proPellets Austria, die teilweise echt skurril anmutet. Drei Gr\u00fcnde seien Schuld f\u00fcr die Pelletspreisexplosion: 1. Die Produktionskosten seien um 40% gestiegen \u2013 meines Wissens ist das deutlich weniger als eine Preisverdreifachung. 2. Die Nachfrage sei gestiegen. So habe sich alleine in \u00d6sterreich 2022 der Verkauf von Pelletsheizungen verdoppelt \u2013 kann man gelten lassen, denn knappes Gut tut den Preisen selten gut und 3., und jetzt kommt\u00b4s: Kriegsbedingte Lieferausf\u00e4lle. Durch Importausf\u00e4lle aus Wei\u00dfrussland, Ukraine und Russland fehlten 3,5 Millionen Tonnen Pellets oder zehn Prozent des europ\u00e4ischen Marktes. Komisch, auf meinen Pellets-S\u00e4cken stand immer \u201ehergestellt in \u00d6sterreich\u201c.<\/p>\n<p>Rechtlicher Hinweis: F\u00fcr Verluste, die aufgrund von getroffenenAussagen entstehen, \u00fcbernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.Denn handelt sich weder um eine Steuer-, Rechts- noch Finanzberatung, sondern nur um die pers\u00f6nliche Meinung der Autorin.<\/p>\n<p>#Japan #Inflation #Konjunktur #Zinsen #Nikkei#Aktien #Technologieaktie #Acatis #HendrikLeber #Geldmeisterin #Yen #Euro #Exporte #Asien #Fed #EZB #Notenbanken #Dollar #Pellets #Holz<\/p>\n<p>Foto: Unsplash\/Thomas Malik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der September 2022 k\u00f6nnte in die geldpolitische Geschichte eingehen. Zuerst erh\u00f6hte am 8. September die EZB die Leitzinsen um 75 Basispunkte. Kurz darauf war es die FED, die Schweizer Notenbank, Schweden, Indien, Indonesien, Gro\u00dfbritannien usw. Haben alle Nationalbanken rund um den Erdball erh\u00f6ht? Nicht alle. 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